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Neue Patentstrategie der WWU Münster rückt gesellschaftliche Verantwortung in den Fokus

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Das Patentwesen an der Universität Münster ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und deutlich erfolgreicher geworden. Im Januar 2014 wurde an der WWU eine neue Patentstrategie verabschiedet, in der erstmals die ethische Verantwortung, die die Universität als öffentliche Forschungseinrichtung gegenüber der Gesellschaft trägt, betont wird. Mit dieser Strategie geht die WWU einen großen Schritt in die richtige Richtung, um Forschungsergebnisse, die an der WWU entstehen, auch bedürftigen Menschen zugänglich zu machen.

Statt des Verkaufs an die Industrie, der das vollständige Abtreten von Rechten an der Erfindung bedeuten würde, sollen Patente bevorzugt lizenziert werden. Damit behält die Universität einen Entscheidungsspielraum in Hinblick auf die Vermarktung einer Erfindung. Im Bereich der Medizin werden Abschlüsse nach dem Modell der „equitable licences“ angestrebt. Dies bedeutet, dass Lizenznehmer dazu verpflichtet werden können, aus Forschungsergebnissen der WWU resultierende Technologien, Impfstoffe oder Medikamente auch Menschen in einkommensschwachen Ländern zugänglich zu machen.

Erfindungen, die von besonderer gesellschaftlicher Relevanz sind, sollen auch ohne Aussicht auf kommerzielle Nutzung verwertet werden. So soll etwa für Erfindungen aus der medizinischen Forschung, die nur für eine kleine oder nicht kaufkräftige Patientenklientel interessant sind, die Möglichkeit einer kostengünstigen Auslizenzierung zu gemeinnützigen Zwecken bestehen.

UAEM hat sich im Entstehungsprozess der Patentstrategie intensiv dafür eingesetzt, dass die Universität ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gerecht wird. Auf die Initiative von UAEM hin hat sich schon 2010 die Berliner Charité als erste deutsche Forschungseinrichtung dazu verpflichtet, bei der Vermarktung von Universitätspatenten die Belange bedürftiger Menschen zu berücksichtigen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. Februar 2014 um 20:57 Uhr
 

Wen erreicht meine Forschung eigentlich? Haben Sie sich schon einmal diese Frage gestellt?

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Viele medizinische Innovationen sind für einen Großteil der Weltbevölkerung unerreichbar, da sie von privatwirtschaftlichen Unternehmen durch den Erwerb einer exklusiven Lizenz zu hohen Preisen verkauft werden können – und das, obwohl ein beachtlicher Teil der medizinischen und pharmazeutischen Grundlagenforschung an öffentlichen Forschungseinrichtungen wie der Charité durch Steuergelder finanziert wird.

Diese Problematik und konkrete Lösungsstrategien möchten wir während einer Informationsveranstaltung mit zwei ReferentInnen diskutieren:

Herr Prof. Seeberger ist Direktor des Max- Planck- Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und forscht im Bereich der Glykobiotechnologie. Seine Forschungsgruppe arbeitet unter anderem an der Entwicklung von Impfstoffen gegen Malaria und Tuberkulose. Neben seiner wissenschaftlichen Karriere engagiert sich der Forscher für die weltweite Zugänglichkeit seiner Errungenschaften.

Frau Prof. Godt ist tätig am rechtswissenschaftlichen Institut für Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht und Zivilrecht der Universität Oldenburg. Sie forscht zum Thema Equitable Access Licensing und wird konkrete juristische Lösungsansätze erläutern, die vorsehen, die privatwirtschaftliche Nutzung einer patentierten Erfindung an Bedingungen zu knüpfen, die auch Patienten in Ländern des Globalen Südens eine Behandlung ermöglichen.

Sind Sie neugierig geworden?

Dann besuchen Sie unseren Informationsabend und erfahren Sie, was Sie tun können, damit mehr Menschen von den Ergebnissen Ihrer Forschung profitieren! Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 30.01.2014 um 17 Uhr im Auditorium des Charité Cross Over (CCO) im Virchowweg 6, Charité Campus Mitte statt.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 12. Januar 2014 um 18:03 Uhr
 

Vortrag und Diskussion am 13. November 2013 im Audimax

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Genauere Informationen zum Thema und Ablauf der Veranstaltung findet ihr unter drugproblem.de

Wir freuen uns auf die spannenden Voträge und viele interessierte Gäste!

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. November 2013 um 11:34 Uhr
 

UAEM-Abend in Köln

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Oktober 2013 um 20:34 Uhr
 


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